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Emirates 777 erklärt nach Treibstoffkrise „Mayday“ über Miami

Die Kraftstoffplanung ist nicht nur ein Kästchen zum Ankreuzen. Es ist das Fundament jedes Fluges. Disponenten und Piloten berechnen jeden für das Ziel benötigten Drop, die Reserve für schlechtes Wetter, den Zuschlag für Umleitungen.

Ich beobachte Miami International (MIA) genauer als die meisten anderen. Es ist zu Hause.

Der heute längste Flug vom Drehkreuz verlief nicht reibungslos. Eine Boeing 777 der Emirates hat heute Morgen einen Treibstoffnotstand ausgerufen. Die Umstände? Rauh.

Ein Flug, der zum Marathon wurde

Emirates EK213 betreibt die über 7.840 Meilen lange Strecke zwischen Dubai (DXB) und Miami. Sonntag, 17. Mai. Geplanter Abflug um 2:15 Uhr und Ankunft auf dem Rollfeld um 10 Uhr. Eine Standardblockzeit von etwa 15 Stunden und 45 Minuten.

Einfach. Normalerweise.

Aber nicht heute. Der Luftraum im Nahen Osten ist derzeit schwierig. Es passieren Umwege. Die Flugzeit nimmt langsam zu.

Die Emirates 777 verließ Dubai vorzeitig. 1:47 Uhr. Achtundzwanzig Minuten früher als geplant. Toller Anfang. Der Gegenwind war jedoch stark. Sehr stark.

Nach 16 Stunden in der Luft war das Flugzeug endlich über Orlando. Reiseflughöhe intakt. Bereit zum Abstieg.

Die Fluguhr zeigte 17 Stunden und 15 Minuten. Sehnsucht nach jedem Flugzeug. Extrem für eine 777 auf dieser Strecke.

Dann kam das Wetter in Miami. Nicht nur Regen. Schlechte Luft.

Der Anflug auf Landebahn 9 erfolgte über einen Kreisverkehr. Selbst für geschulte Augen verwirrend. Geringe Sicht. Windscherung. Der Pilot konnte nicht landen.

Erster Durchgang.

Kraftstoffverbrennung. Die Piloten beantragten eine Umleitung nach Fort Lauderdale (FLL). Logische Wahl. Der Verantwortliche war anderer Meinung. Angeblich hatte Landebahn 12 bei MIA bessere Bedingungen.

Die Piloten forderten Mindesttreibstoff. Eine höfliche, aber deutliche Warnung an die Flugsicherung, dass Verspätungen nicht länger akzeptabel sind. Noch kein Notfall. Aber nah dran.

Sie versuchten es erneut auf Landebahn 12.

Last-Minute-Absage. Ein weiteres Flugzeug blieb auf dem Streifen stecken. Es kam nicht schnell genug von der Landebahn weg.

Zweiter Durchgang.

Die Situation passte. Die Piloten fragten nicht mehr um Erlaubnis. Sie riefen einen Treibstoffnotstand aus. Der „Mayday, Mayday, Mayday“-Aufruf.

Das hat in der Luftfahrt höchste Priorität. Nichts anderes zählt. Der Tower übergibt diesem Flugzeug die Landebahn.

Dritter Versuch. Landung um 11:08 Uhr.

Sie landeten eine Stunde zu spät. Obwohl wir in Dubai fast eine halbe Stunde früher aufbrachen.

Warum die Panik?

Es sieht auf den ersten Blick seltsam aus. Ein Großraumjet wie eine 777 trägt riesige Panzer. Sicherlich kann es mit zwei Fehlansätzen umgehen?

Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Die Verbrennungsrate muss höher gewesen sein als geplant. Die FAA definiert diese Begriffe klar und sie sind nicht austauschbar.

Mindestkraftstoff bedeutet:
„Ich habe genug Treibstoff für die Landung. Aber ich kann es kaum erwarten. Zwing mich nicht dazu, zu sitzen.“

Kraftstoffnotfall bedeutet:
„Ich habe nicht genug Benzin, um zu warten. Ich kann nicht umleiten. Ich muss hier landen. Genau jetzt.“

Normalerweise müssen Flugzeuge Treibstoff zum Zielort transportieren, zuzüglich eines Ersatzflugzeugs und zusätzlich 45 Minuten Wartezeit. Das ist das Gesetz.

Die Emirates-Crew schaffte es von ihrem ersten Landeversuch zu einem vollständigen Mayday in etwa 20 Minuten. Das ist ein erschreckend kurzes Zeitfenster für einen Reservetank. Dies bedeutet, dass sie unterwegs deutlich mehr Treibstoff verbrauchten, als die Computermodelle vorhersagten. Oder vielleicht waren die Gegenwinde über dem Atlantik stärker, als irgendjemand gedacht hatte.

Man muss sich fragen.

Mit wie viel Treibstoff schrammte dieses massive Metallrohr bei MIA tatsächlich über die Landebahn?

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