Du fährst die Autobahn entlang. Die Fenster sind heruntergelassen. Ihr Golden Retriever hat entschieden, dass Ihr Schoß der erste Sitzplatz auf der Reise ist. Du lachst. Es ist süß. Es ist liebevoll.
Es handelt sich möglicherweise auch um ein Verbrechen.
Überall in den USA erkennen die Parlamente der Bundesstaaten eine einfache Wahrheit: Ein Hund auf dem Schoß ist eine Ablenkung mit Zähnen. Ende November 2017 brachte Michigan einen Gesetzentwurf ein, der das Fahren mit einem Hund auf dem Schoß zu einem zivilrechtlichen Verstoß machen würde. Die Geldstrafe? 100 $.
Das geltende Gesetz von Michigan bestraft bereits abgelenktes Fahren. Wenn Sie über die Fahrspur schlängeln, weil Sie sich am Bauch kratzen, werden Sie angehalten. Doch der Gesetzesvorschlag ändert die Lage. Es wartet nicht auf rücksichtsloses Verhalten. Es zielt auf die Tat selbst ab.
Die Abgeordnete LaTanya Garrett stellte den Gesetzentwurf vor. Sie ist Hundebesitzerin. Sie ist eine ehemalige Ersthelferin. Ihre Logik ist unverblümt.
„Das Fahren mit einem nicht angeschnallten Haustier ist genauso ablenkend – und daher genauso gefährlich – wie das Fahren, während man SMS schreibt oder Make-up aufträgt.“
Garrett weiß, wie Hunde auf Sirenen reagieren. Sie werden aufgeregt. Sie bewegen sich. Und wenn sie auf Ihren Schoß steigen, lenken sie Ihren Blick von der Straße ab. Sie nehmen einem die Hände vom Lenkrad. Sie lenken Sie von der Aufgabe ab.
Die AAA Foundation for Traffic Safety identifiziert diese drei Dinge als die Hauptursachen für Ablenkung. Ein Hund auf Ihrem Schoß garantiert alle drei.
Die Rechtslandschaft
Michigan ist nicht allein. Die USA sind übersät mit Gesetzen darüber, wie Haustiere reisen müssen. Aber konkrete Verbote des Rundenfahrens? Die sind selten.
Nur drei Staaten verbieten Haustiere auf dem Schoß von Fahrern völlig: Hawaii, New Jersey und Rhode Island.
Andere Staaten verwenden eine breitere Sprache. Connecticut, Maine und Massachusetts berechnen den Fahrern im Rahmen der allgemeinen Gesetze gegen Ablenkung beim Fahren Gebühren. Connecticut, Massachusetts, Minnesota und New Hampshire haben besondere Regeln für ungehinderte Tiere auf den Ladeflächen von Pickups.
Wenn die Situation in Massachusetts schlimm genug ist, könnten Sie mit einer Anklage wegen Tierquälerei rechnen. Der Staat argumentiert, dass die Gefährdung eines Haustiers „unnötig grausam oder unmenschlich“ sei.
Was Experten über Zurückhaltung sagen
Gesetze sind eine Sache. Bildung ist etwas anderes.
Lindsey Wolko, Gründerin des Center for Pet Safety (CPS), ist der Meinung, dass Gesetze nicht das beste Instrument sind. Sie möchte lieber, dass Tierhalter aufgeklärt werden, als dass ihnen eine Geldstrafe auferlegt wird.
„Ich glaube, dass Aufklärung und Sensibilisierung ein entscheidendes Instrument sind, um Haustierbesitzern zu helfen, zu verstehen, dass bestimmte Verhaltensweisen riskanter sind als andere.“
Melanie Monteiro, eine weitere Expertin, stimmt den Risiken zu, konzentriert sich jedoch auf die Physik.
Ein ungezügelter Hund ist nicht nur eine Ablenkung. Es ist ein Projektil.
Wenn Sie voll auf die Bremse treten, wird der Hund vom Lenkrad zerquetscht. Oder es geht durch die Windschutzscheibe. Wenn Airbags ausgelöst werden, treffen sie bei etwa 200 Meilen pro Stunde auf. Diese Kraft kann ein Haustier sofort töten.
Nach dem Unfall bricht Panik aus. Hunde flüchten. Sie greifen Ersthelfer an. Sie werden von anderen Autos angefahren. Sie gehen verloren.
Monteiro sagt, die sicherste Option sei klar. Verwenden Sie eine Trage, ein Reisegeschirr oder eine Hundehütte. Es muss einem Crashtest unterzogen werden. Es muss vom Center for Pet Safety genehmigt werden.
Die Physik eines Absturzes
Die Zahlen lügen nicht.
AAA schätzt, dass ein nicht angeschnallter 10-Pfund-Hund bei einem Unfall mit 30 Meilen pro Stunde einen Druck von 300 Pfund ausübt.
Ein 80 Pfund schwerer Hund mit der gleichen Geschwindigkeit? 2.400 Pfund Druck.
Das ist das Gewicht eines Kleinwagens, das auf Sie drückt. Oder dein Hund.
Was Sie tun sollten
Sie müssen nicht darauf warten, dass Ihr Staat ein bestimmtes Gesetz verabschiedet. Das Risiko ist bereits vorhanden.
Erforschen Sie die richtigen Beschränkungen. Kaufen Sie ein CPS-zugelassenes Geschirr. Installieren Sie es richtig.
Auch wenn Ihr Bundesstaat das Rundenfahren nicht verbietet, können Sie dennoch wegen fahrlässiger Fahrweise angeklagt werden. Die Polizei braucht kein spezielles „Hund auf dem Schoß“-Gesetz, um Sie anzuhalten. Sie müssen nur sehen, wie du ausweichst. Sie müssen sehen, wie du nach unten schaust.
Es geht nicht um Schuld. Es geht um die Schwerkraft.
Dein Hund liebt dich. Aber die Physik kümmert sich nicht um Liebe.
Fahren Sie sicher. Halten Sie den Welpen zurück.


















