Die Fahrpreise stiegen. Viel rauf. In den USA stiegen die durchschnittlichen Flugpreise innerhalb von fünf Monaten um 30 %. Durch den Krieg mit dem Iran sind die Ölkosten hoch und ein Ende ist nicht in Sicht. Doch die Fluggesellschaften sehen das anders. Sie sehen eine Chance. Eine dauerhafte. Also. Permanent ist in der Luftfahrt ein starkes Wort, aber Delta ist der Meinung.

Delta hat gerade die Zahlen für das zweite Quartal 2025 veröffentlicht. Immer der Erste in der Schlange. Profitkönig. Der Umsatz stieg um 14 %, während die Kapazität nur um 1 % zunahm. Das ist nicht das Volumen, das den Preis bestimmt.

Die Bastian-Blaupause

Die Prämieneinnahmen stiegen um 17 %. Die Wirtschaft stieg um 8 %. Normalerweise schleppt sich die Wirtschaft hin, aber dieses Mal nicht. Auch preisbewusste Menschen zahlten mehr.

Ed Bastian nahm bei der Gewinnmitteilung kein Blatt vor den Mund. Er nannte die Kraftstoffkrise den „stärksten Katalysator für Veränderungen“ für die Branche. Er mag Veränderungen. Vor allem, wenn es die Margen festlegt.

Die meisten Fluggesellschaften waren ohnehin nicht in der Lage, ihre Kapitalkosten zu decken. Die Flugpreise blieben jahrelang hinter der Inflation zurück. Einstellungen geändert. Aber jetzt hat sich der Wind gedreht. Die Branche hat die diesjährige Treibstoffkosteninflation schneller als je zuvor zurückerobert.

Hier ist der Clou.

Bastian sagt, die Dynamik sei nachhaltig. Auch wenn die Ölpreise fallen. Auch wenn die Treibstoffrechnung geringer wird. Das Geld bleibt schwer. Er nennt es einen „wichtigen Schritt“ in Richtung finanzieller Gesundheit. Das hören Investoren gern. Sie tun es sowieso.

Optimismus oder Strategie?

Hier gibt es nichts Neues. Ich habe im April geschrieben, dass die Fahrpreise möglicherweise nicht sinken, wenn der Ölpreis sinkt. Jetzt belegen die Daten dies. United sagte dasselbe. Konsistenz ist manchmal langweilig.

Die Lüge? Als Bastian sagte, dass die Flugpreise erst sinken würden, wenn das Flugsicherungssystem repariert sei. Das war bequemes Theater. Die Realität ist Angebot und Nachfrage. Sie reduzieren die Nachfrage nach Flügen, halten die Preise hoch und halten sie hoch. Es ist Mathematik. Kalte harte Mathematik.

Große Fluggesellschaften haben seit Jahren keine konstanten Gewinne mehr erzielt, wenn man die Kreditkartenrabatte nicht mit einrechnet. Diese Belohnungen sind die Lebensader für kleinere Spieler, nicht jedoch für die Giganten.

Klingt Bastian altruistisch? Als würde er die angeschlagenen Fluggesellschaften vor sich selbst retten? Vielleicht. Oder vielleicht sorgt er einfach nur dafür, dass die ohnehin schon hohen Margen von Delta noch größer werden.

Die Kapazitäten in den USA schrumpften nicht wesentlich. Nicht wirklich. Es fühlt sich koordiniert an. Keine illegale Absprache, sondern ein stilles Nicken zwischen CEOs. Halten Sie die Fahrpreise hoch. Rennen Sie nicht nach unten.

Aber jemand muss blinzeln. Letztlich.

Frontier fliegt auf hauchdünnen Rändern. Sie brauchen volle Flugzeuge, nicht nur profitable. Wenn ein Discount-Carrier Delta auf einer Route aggressiv unterbietet, muss Delta mithalten. Sie werden das Geschäft verlieren. Dann bröckelt die Prämie.

Die harte Wahrheit

Manchmal verzeihe ich die Preiserhöhungen. Die Branche ist brutal zu führen. Die Leute vergleichen die Flugkosten mit Uber-Fahrten zum Terminal und reagieren schockiert. Sie sehen den Kerosin nicht in der Wartung der Besatzungen. Es ist teuer zu fliegen.

Trotzdem. Die Erzählung ist klar. Delta verzeichnete durch höhere Gebühren ein Wachstum von 14 %. Nicht mehr fliegen. Und Bastian sagt den Anlegern, dass dies die neue Normalität sei. Niedrigere Ölpreise werden nicht zu niedrigeren Tickets führen.

Ist es wahr? Oder einfach nur das, was CEOs wahr sein wollen?

Wir schauen zu.