Chase streicht einen seit langem bestehenden Vorteil von der Chase Sapphire Preferred® Card und signalisiert damit einen umfassenderen Wandel in der Art und Weise, wie Kreditkartenherausgeber ihre Kosten verwalten. Ab dem 1. Oktober 2026 werden mit der Karte keine 10 % Jubiläumsbonuspunkte basierend auf den Grundausgaben mehr gewährt.
Während die Kernbelohnungsstruktur der Karte erhalten bleibt, markiert diese Änderung das Ende eines einzigartigen Vorteils, der die Sapphire Preferred von vielen Mitbewerbern unterschied. Für Karteninhaber bedeutet dies eine leichte Reduzierung der gesamten jährlichen Punkteeinnahmen, obwohl die Auswirkungen auf den Gesamtwert der Karte möglicherweise weniger bedeutend sind, als es scheint.
Was ändert sich?
Seit 2021 erhalten Chase Sapphire Preferred-Inhaber einen Bonus von 10 % ihrer im vorangegangenen Kalenderjahr gesammelten Basispunkte. Dieser Bonus wurde ihrem Konto anlässlich ihres Karteninhaberjubiläums gutgeschrieben.
Um zu verdeutlichen, wie das funktionierte:
* Nur Basispunkte: Der 10 %-Boost gilt nur für Punkte, die zum Standard-1x-Tarif gesammelt wurden (z. B. 1 ausgegebener $ = 1 Punkt).
* Ausschlüsse: Punkte, die durch Willkommensboni, Kategoriemultiplikatoren (z. B. 3x beim Essen) oder Transferpartner gesammelt wurden, waren nicht für den Jubiläumsboost berechtigt.
Beispiel: Wenn ein Karteninhaber in einem Jahr 5.000 US-Dollar für Einkäufe ohne Bonus ausgibt, erhält er 5.000 Basispunkte. Die Jubiläumsprämie brachte 500 Extrapunkte (10 % von 5.000).
Ab dem 1. Oktober 2026 entfällt dieser automatische Boost. Alle anderen Aspekte der Karte – einschließlich der Jahresgebühr von 95 US-Dollar und der Bonuskategorien – bleiben derzeit voraussichtlich unverändert.
Warum das wichtig ist: Der Trend zur Kostenkontrolle
Diese Änderung ist Teil eines größeren Branchentrends, bei dem Banken ihre Prämienprogramme verschärfen, um ihre Gewinnmargen zu schützen. Nach Jahren des aggressiven Wettbewerbs um Anmeldeboni und Prämienvergünstigungen konzentrieren sich Emittenten wie Chase zunehmend auf Kostendämpfung.
Wichtige Erkenntnis: Obwohl der Jubiläumsbonus von 10 % ein beliebtes Marketingmerkmal war, veränderte er nur selten das grundlegende Wertversprechen der Karte. Für die meisten Benutzer liegt die Entscheidung, das Sapphire Preferred zu behalten, an den starken Kategorieboni (3x für Essen und Online-Lebensmittel, 5x für über Chase gebuchte Reisen) und der Möglichkeit, Punkte an Flug- und Hotelpartner zu übertragen.
Die Abschaffung dieses Vorteils spiegelt eine Verlagerung weg von „Zusatzvorteilen“ hin zur Aufrechterhaltung der Kernbelohnungsstrukturen wider. Es wirft die Frage auf, ob möglicherweise andere Legacy-Vergünstigungen folgen könnten, da Emittenten nach Effizienzsteigerungen bei ihren Treueprogrammen suchen.
Auswirkungen auf Karteninhaber
Für den durchschnittlichen Benutzer dürfte diese Änderung minimale finanzielle Auswirkungen haben. Der Jubiläumsbonus war im Vergleich zur Gesamtpunktzahl, die durch alltägliche Ausgaben und Kategoriemultiplikatoren erzielt wurde, relativ gering.
Allerdings kann die Änderung zwei Gruppen betreffen:
1. Benutzer mit geringfügiger Bindung: Diejenigen, die bereits unentschlossen waren, die Karte zu erneuern, könnten dies als den letzten Tropfen betrachten, der das Fass zum Überlaufen bringt, insbesondere wenn sie die Jahresgebühr von 95 US-Dollar für die verbleibenden Vorteile als zu hoch empfinden.
2. Maximierer: Während der Verlust spürbar ist, werden versierte Benutzer, die bereits die Ausgaben für Kategorien und Reiseeinlösungen maximieren, nur einen leichten Rückgang des Gesamtertrags feststellen.
Fazit
Die Abschaffung des Jubiläumsbonus von 10 % ist eine negative Entwicklung für Chase Sapphire Preferred-Inhaber, wird die Karte jedoch wahrscheinlich nicht überflüssig machen. Aufgrund ihrer vielseitigen Prämienstruktur und der im Verhältnis zu ihren Vorteilen niedrigen Jahresgebühr bleibt die Karte ein starker Anwärter für alltägliche Ausgaben. Karteninhaber sollten sich darauf konzentrieren, die Kategorieboni und Reiseeinlösungen zu maximieren, um den Verlust des Jubiläumsvorteils auszugleichen.


















