Die größte Gewerkschaft der kommerziellen Luftfahrt möchte, dass die Bundesregierung mehr Besatzungsmitglieder für Großraumflugzeuge vorschreibt. Mehr Besatzung bedeutet mehr Gewerkschaftsbeiträge. Sicherheit? Das hört sich auch gut an. Aber es sieht verdächtig nach einer Lösung aus, die nach einem Problem sucht.
Der Vorschlag: Ein Wächter pro Tür
Hier ist, was sie verlangen. Jede Tür in einem Großraumflugzeug muss einen eigenen Flugbegleiter haben. Keine Tür sollte „unverdeckt“ bleiben. Nehmen Sie die Boeing 787 von American Airlines. Acht Ausgangstüren. Das aktuelle Minimum der Federal Aviation Administration (FAA)? Sieben Begleiter. Offensichtlich fliegt American bereits mit mehr. Wenn alle gesund bleiben würden, würde man davon nichts merken. Aber wenn sich die Crew krank meldet? Im Moment könnte das einen Flug stornieren. Die Gewerkschaft möchte diese Variable beseitigen.
Die Logik läuft so ab. Im Notfall entscheidet das Personal, welche Türen funktionieren. Sie öffnen sie. Sie stellen die Folien bereit. Sie rufen Befehle. Sie hindern Sie daran, Ihr Handgepäck mitzunehmen. Weil die Leute unbedingt ihr Gepäck mitnehmen werden. Wir haben das letzte Woche gesehen. Erst letzte Woche ignorierten die Leute die direkte Anweisung, stattdessen ihr Gepäck zu holen. Wenn eine Tür leer bleibt, könnten Passagiere in Panik geraten. Sie könnten eine Tür öffnen, die sie nicht öffnen sollten. Oder schlimmer noch, sie bringen eine Tasche in die Rutschzone.
Das Argument hängt von der Kontrolle ab. Ein Wächter pro Ausgang verhindert Fahrgastfehler.
Die Realität: Daten sagen etwas anderes
Hier ist der Haken. Die FAA hat gerade einen umfassenden Bericht für das Jahr 2022 veröffentlicht. Sie untersuchte fast 300 tatsächliche Evakuierungen. Was haben sie gefunden? Das aktuelle System ist sicher. Wirklich sicher.
Pro Jahr gibt es weltweit etwa dreißig Evakuierungen. Das ist es. In den USA gibt es jährlich zehn Millionen Passagierflüge. Über ein Jahrzehnt hinweg gab es bei diesen Evakuierungsereignissen in diesem Land keine Todesfälle. Keiner.
Die FAA hat nicht nur gesagt, dass alles in Ordnung ist. Sie kamen ausdrücklich zu dem Schluss, dass der Personalbestand nicht der Engpass ist. Es ist keine Lücke.
Wenn etwas schief geht, kommt es selten auf die Anzahl der Personen in der Kabine an. Es sind Kommunikationsfehler. Es sind Trainingsfehler. Es ist Rauch. Es sind blockierte Ausgänge. Und ja, es sind Leute, die ihre Samsonite-Koffer über Notrutschen herausschleppen. Personalzahlen? Niedrige Priorität.
Der Fall gegen weitere Leichen
Erinnern Sie sich an American-Airlines-Flug 3866? Der Absturz 2016 in Chicago. Ein Passagier verlor ein Bein. Schwere Verletzung. Das National Transportation Safety Board (NTSB) hat sich mit der Ursache befasst. Gab es nicht genug Personal? Nein. Der linke Motor drehte sich weiter die Rutsche hinunter. Eine Flugbegleiterin brach die Prozedur ab. Sie ließ Leute aussteigen, während die Turbine noch Luft schnitt. Eine Kommunikationsstörung zwischen Besatzung und Cockpit machte es noch schlimmer. Das Hinzufügen eines zweiten Wärters an dieser Tür hätte diesen Passagier nicht gerettet. Koordination hätte.
Was also drängt die Gewerkschaft hier? Eine gesetzgeberische Anstrengung, die als Sicherheit getarnt ist, aber als Druckmittel fungiert. Es behandelt Besatzungsmitglieder als Nummern und nicht als Profis. Wenn Ihr primärer Wert nur darin besteht, eine staatliche Quote zu erfüllen, untergraben Sie die tatsächliche Arbeit, die Sie leisten. Sie geben zu, dass die Rolle rein regulatorischer Natur ist. Das ist eine billige Botschaft, die man der Öffentlichkeit verkaufen kann.
Sara Nelson sollte es besser wissen. Es lässt den Beruf faul aussehen. Es sieht berechtigt aus.
Die FAA hat die Daten. Die Daten besagen, dass es uns gut geht. Warum also eine Schlacht auf einem Hügel schlagen, der nicht einmal Ihnen gehört?


















