Air Canada führt mit Wirkung zum 1. Juni eine umfassende Überarbeitung seiner Aeroplan-Prämientabelle durch. Während die Fluggesellschaft diese Änderungen möglicherweise als eine Mischung aus Erhöhungen und Kürzungen darstellt, zeigen die Daten einen klaren Trend: eine erhebliche Abwertung der Prämieneinlösungen, insbesondere für Langstreckenflüge und First-Class-Reisen.
Für Vielflieger und Punktebegeisterte bedeutet dieser Schritt, dass sie mit der „Meilenwährung“, die sie sich erarbeitet haben, nicht mehr das gleiche Maß an Luxus wie zuvor erwerben können.
Der Kern der Abwertung
Die aggressivsten Preiserhöhungen konzentrieren sich auf hochwertige Kabinen auf Fernstrecken. Reisende, die in Premiumkabinen über den Atlantik oder den Pazifik fliegen möchten, müssen mit deutlich höheren Kosten rechnen.
Zu den wichtigsten Beispielen für die Auswirkungen gehören:
– Nordamerika nach Pazifik (Business Class): Für viele Partner steigen die Kosten für Mittelstreckenstrecken von 87.500 auf 102.500 Meilen – ein Anstieg von 17,1 %.
– Nordamerika nach Atlantik (First Class): Auf Langstreckenstrecken erhöht sich das obere Ende der Preisspanne um fast 18 % und reicht bis zu 165.000 Meilen in eine Richtung.
– Atlantik-Pazifik (Ultra-Langstrecke): Die drastischste Veränderung findet in den höchsten Distanzbereichen der Business Class statt, wo die Preise voraussichtlich um 66,7 % steigen werden (von 60.000 auf 100.000 Meilen).
Wo sind die kleinen Erfolge?
Es ist nicht für alle Reisenden ein Totalschaden. Air Canada hat einige geringfügige Kürzungen vorgenommen, um den Schlag abzumildern, die hauptsächlich auf Economy- und Kurzstrecken-Premiumreisen abzielen:
– Business Class für Kurzstrecken: Intraatlantische Business Class-Prämien (innerhalb von 0–4.000 Meilen) werden um bis zu 16,7 % sinken.
– Economy-Einsparungen: Die preisgünstigsten Economy-Prämien für kurze Überseeflüge werden um 2.500 Punkte gesenkt.
– Intrapazifische Wirtschaft: Bei einigen Economy-Auszeichnungen für Langstreckenflüge im pazifischen Raum kommt es ebenfalls zu leichten Preissenkungen.
Die „mittlere“ Preisverschiebung verstehen
Über die festen Prämientabellen hinaus verfolgt Air Canada auch „mittlere“ Preise – eine Schätzung dessen, was Reisende normalerweise für dynamische Einlösungen bei Air Canada und seinen ausgewählten Partnern zahlen. Auch diese Durchschnittswerte weisen einen Aufwärtstrend auf, insbesondere bei Business-Class-Reisen zwischen Nordamerika und dem Atlantik, wo ein durchschnittlicher Anstieg von über 20 % zu verzeichnen ist.
Diese Unterscheidung ist wichtig: Während feste Partnerprämien einer festgelegten Regel folgen, werden die Preise für Air Canada-eigene Flüge dynamisch auf der Grundlage der Nachfrage berechnet. Der steigende Median deutet darauf hin, dass auch „flexible“ Rückzahlungen teurer werden.
Das Gesamtbild: Ein Muster abnehmender Werte
Dies ist kein Einzelfall. Seit der Neuauflage des Aeroplan-Programms vor sechs Jahren haben Reisende mehrere Anpassungsrunden erlebt (insbesondere im September 2022 und März 2025). Diese jüngste Verschiebung folgt einem wiederkehrenden Muster der Verringerung der Kaufkraft von Aeroplan-Meilen.
Für internationale Reisende, insbesondere solche, die Punkte aus in den USA ansässigen Programmen übertragen, bleibt Aeroplan aufgrund seines breiten Partnernetzwerks ein wertvolles Tool. Allerdings wird die Rechnung zwischen Einnahmen und Ausgaben immer schwieriger:
– Niedrigere Verdienstquoten: Basismitglieder erhalten nur 1 Aeroplan-Punkt pro ausgegebenem CAD-Dollar, was deutlich weniger ist als die standardmäßigen 5 Punkte pro 1 US-Dollar, die in vielen US-Programmen üblich sind.
– Höhere Ausgabenkosten: Wie diese neuen Diagramme zeigen, steigen die „Kosten“ für einen Luxussitz schneller als die Rate, mit der Mitglieder Punkte sammeln können.
Zusammenfassung: Während es bei Kurzstrecken- und Economy-Prämien nur geringfügige Erleichterungen gibt, wird der Hauptwert von Aeroplan – hochwertige Premium-Langstreckenreisen – durch diese neuen Preisstrukturen erheblich verwässert.


















