Scott Kirby, CEO von United Airlines, gab kürzlich bekannt, dass er auf einem Transatlantik-Nachtflug noch nie eine Mahlzeit zu sich genommen hatte. Dieses Detail gibt Aufschluss darüber, warum das Polaris-Business-Class-Catering der Fluggesellschaft nach wie vor ein Problem für die Passagiere darstellt.
Executive-Präferenzen und Passagiererlebnis
Kirbys Aussage, die er kürzlich in einem Interview abgegeben hat, unterstreicht die grundlegende Diskrepanz zwischen den Prioritäten der Führungskräfte und dem Erlebnis der Passagiere. Während er auf Langstreckenflügen Schlaf und Flüssigkeitszufuhr priorisiert, schätzen viele Reisende einen hochwertigen Verpflegungsservice als Teil ihres Premium-Erlebnisses.
Kirbys Eingeständnis offenbart einen möglichen Grund, warum Verbesserungen im Catering keine hohe Priorität hatten.
Die persönlichen Vorlieben des CEO sind nicht einzigartig unter den Führungskräften von Fluggesellschaften. Es ist üblich, dass Führungskräfte Aspekte des Reisens betonen, die mit ihren eigenen Gewohnheiten übereinstimmen, manchmal auf Kosten der breiteren Bedürfnisse der Passagiere. Beispielsweise wird der besonders großzügige Sitzabstand in der Economy Class von Korean Air weitgehend auf die Körpergröße des Vorstandsvorsitzenden zurückgeführt, was zeigt, wie sich die Vorlieben von Führungskräften direkt auf das Produktdesign auswirken können.
Warum das wichtig ist
Dabei geht es nicht nur darum, dass ein CEO eine Mahlzeit auslässt; Es geht darum, wie Unternehmensprioritäten gestaltet werden. Führungskräfte gehen oft davon aus, dass ihre eigenen Erfahrungen repräsentativ für den Durchschnittsreisenden sind. In diesem Fall könnte Kirbys mangelndes Interesse am Essen an Bord dazu beitragen, dass die Fluggesellschaft trotz dokumentierter Unzufriedenheit der Passagiere nur langsame Fortschritte bei der Verbesserung des Polaris-Caterings macht.
Das Polaris-Problem
Trotz Investitionsbehauptungen erhält das Polaris-Business-Class-Catering von United häufig negative Rückmeldungen. Die Fluggesellschaft hat sich auf andere Premium-Verbesserungen konzentriert, das kulinarische Erlebnis bleibt jedoch durchweg hinter der Konkurrenz zurück. Kirbys Eingeständnis deutet darauf hin, dass dies beabsichtigt oder zumindest kein blinder Fleck sein könnte, da Führungskräfte nicht unbedingt Funktionen priorisieren, die sie persönlich nicht schätzen.
Das Problem geht über United hinaus. Vielen Fluggesellschaften fällt es schwer, Kosteneinsparungen mit dem Komfort der Passagiere in Premium-Kabinen in Einklang zu bringen. Führungskräfte verlassen sich häufig auf das, was sie kennen oder bevorzugen, wodurch Produktlücken entstehen, die Vielflieger frustrieren.
Fazit
Die Weigerung von United-Chef Scott Kirby, auf Transatlantik-Nachtflügen etwas zu essen, ist eine mögliche Erklärung für die rückständige Polaris-Verpflegung der Fluggesellschaft. Die Präferenzen von Führungskräften haben erheblichen Einfluss auf die Produktentwicklung, und wenn Führungskräfte einer Funktion keinen Wert beimessen, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie die Aufmerksamkeit erhält, die sie verdient. Dies verdeutlicht, wie sich persönliche Reisegewohnheiten direkt auf das Passagiererlebnis in der Luftfahrtbranche auswirken können.


















