Die Begeisterung für den Oscar-nominierten Film Marty Supreme dreht sich nicht nur um die Leistung von Timothée Chalamet. Für Yasiris Ortiz, eine professionelle Tischtennisspielerin, war das Filmset eine unerwartete Ablenkung von ihrer eigentlichen Karriere. Im Oktober 2024 führte ein lockerer Gruppenchat dazu, dass Frau Ortiz als brasilianische Teilnehmerin in einer fiktiven Szene der British Open besetzt wurde.
Vom Film-Statisten zum WM-Anwärter
Frau Ortiz, 28, verfolgt keine Vollzeitkarriere als Schauspielerin. Sie bereitet sich auf die ITTF-Teamweltmeisterschaft nächsten Monat in London vor. Der Film, in dem auch echte Profis wie der Japaner Koto Kawaguchi zu sehen sind, beleuchtete kurz die Tischtenniskultur von New York City, wenn auch aus einer romantisierten Perspektive der 1950er Jahre. Laut Frau Ortiz waren Chalamets Fähigkeiten auf dem Bildschirm … untertrieben: „Er hat es versucht.“
Wie sich der Sport entwickelt hat
Die Darstellung düsterer Clubs am Times Square und provisorischer Bowlingbahnen im Film steht in scharfem Kontrast zur heutigen New Yorker Tischtennisszene. Während traditionelle Kellerlokale wie der Club Deportivo in Washington Heights bestehen bleiben, sind moderne Veranstaltungsorte wie die rund um die Uhr geöffneten PingPod-Standorte und Tischtennisbars entstanden. Der Sport hat sich von schwach beleuchteten unterirdischen Räumen zu helleren, besser zugänglichen Umgebungen entwickelt.
Diese Verschiebung spiegelt einen breiteren Trend wider : Tischtennis wird immer mehr zum Mainstream, mit Veranstaltungsorten, die sich sowohl an Gelegenheitsspieler als auch an Leistungssportler richten. Der Erfolg des Films mag dieses Wachstum weiter vorantreiben, aber für Ortiz und andere findet die eigentliche Konkurrenz außerhalb des Rampenlichts statt.
Der Sport hat sich von schwach beleuchteten unterirdischen Räumen zu helleren, besser zugänglichen Umgebungen entwickelt.
Der Schwerpunkt des Films auf Tischtennis unterstreicht die wachsende Sichtbarkeit des Sports, aber es sind die engagierten Sportlerinnen wie Frau Ortiz, die ihm einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
