Für Vielreisende ist ein Suite-Upgrade eine entscheidende Neuerung. Es kann einen normalen Hotelaufenthalt in ein luxuriöses Erlebnis verwandeln, insbesondere wenn Sie mit der Familie oder zu besonderen Anlässen reisen. Aber nicht alle Hotel-Treueprogramme sind gleich, wenn es darum geht, diesen begehrten Vorteil zu bieten. In diesem Leitfaden werden die Suite-Upgrade-Richtlinien der vier großen Hotelgruppen – Hilton Honors, IHG One Rewards, Marriott Bonvoy und World of Hyatt – aufgeschlüsselt, um herauszufinden, welche die besten Chancen auf zusätzlichen Platz bieten.

Warum Suite-Upgrades wichtig sind

Der Wert eines Suite-Upgrades liegt nicht nur im Luxus; es geht um greifbare Vorteile. Mehr Platz, separate Wohnbereiche und oft bessere Annehmlichkeiten machen einen erheblichen Unterschied in Komfort und Funktionalität. In wettbewerbsintensiven Märkten können Suite-Upgrades der entscheidende Faktor für die Wahl einer Hotelmarke gegenüber einer anderen sein, insbesondere für Reisende, die viel Geld für ihre Unterkunft ausgeben. Die Verfügbarkeit (oder deren Fehlen) bestätigter Upgrades kann sich auch auf die Reiseplanung auswirken und einige Programme zuverlässiger machen als andere.

World of Hyatt: Der klare Gewinner

Der Globalist-Status von World of Hyatt setzt den Branchenstandard für Suite-Upgrades. Das Programm bietet beim Check-in Upgrades für unbegrenzt verfügbaren Platz. Das heißt, wenn eine Standard-Suite verfügbar ist, sollte ein Globalist-Mitglied diese erhalten. Noch wichtiger ist, dass Hyatt ein robustes System für bestätigte Suite-Upgrades bietet.

Globalist-Mitglieder, die 60 Elite-Übernachtungen pro Jahr sammeln, erhalten fünf bestätigte Suite-Upgrade-Prämien, die zum Zeitpunkt der Buchung für bis zu sieben Nächte ohne Sperrtermine nutzbar sind. Für das Überschreiten der Qualifikationsschwellen können zusätzliche Prämien verdient werden, auch durch Kreditkartenzahlungen. Diese Kombination aus verfügbarkeitsbasierten und garantierten Upgrades macht Hyatt zur zuverlässigsten Option, um zusätzlichen Platz zu sichern.

Marriott Bonvoy: Solide, aber mit Einschränkungen

Marriott Bonvoy Platinum, Titanium und Ambassador Elite erhalten beim Check-in Upgrades, die Bedingungen haben sich jedoch geändert. Zuvor wurde den Mitgliedern das beste verfügbare Zimmer bis hin zu einer Standard-Suite versprochen. Jetzt können Upgrades einfach Suiten umfassen, was den Hotels mehr Diskretion gibt.

Das Choice Benefits-Programm von Marriott ermöglicht es Mitgliedern jedoch, fünf Upgrade-Prämien pro Nacht auszuwählen, nachdem sie 50 oder 75 Elite-Übernachtungen erreicht haben. Diese können ein Suite-Upgrade drei bis fünf Tage vor Anreise bestätigen, unterliegen jedoch einer Kapazitätskontrolle und sind nur für eine Nacht gültig. Obwohl diese bestätigten Upgrades wertvoll sind, fehlt ihnen die Sicherheit des Hyatt-Systems.

IHG One Rewards: Eine bunte Mischung

IHG One Rewards Diamond-Mitglieder erhalten je nach Verfügbarkeit Zimmer-Upgrades, die möglicherweise auch Standard-Suiten umfassen. Das Hauptproblem besteht darin, dass Hotels über einen erheblichen Ermessensspielraum verfügen, was bedeutet, dass Upgrades nicht garantiert werden können, selbst wenn die Suiten leer sind.

IHG bietet einen starken Vorteil für bestätigte Upgrades: Diamond-Mitglieder erhalten bis zu drei bestätigte Suite-Upgrades pro Jahr, nachdem sie 70 Elite-Nächte erreicht haben. Diese können zwischen einem und 14 Tagen vor Anreise für bis zu fünf Nächte sowohl bei Bargeld- als auch bei Prämienaufenthalten genutzt werden. Die bestätigte Upgrade-Option ist zwar wertvoll, die Qualifikation für die erforderlichen Elite-Übernachtungen kann jedoch schwieriger sein als bei Marriott.

Hilton Honors: Das schwächste Glied

Der Suite-Upgrade-Vorteil von Hilton Honors ist der am wenigsten großzügige der vier Programme. Diamond-Mitglieder erhalten Zimmer-Upgrades je nach Verfügbarkeit, die Hotels behalten jedoch einen erheblichen Ermessensspielraum. Darüber hinaus sind Upgrades bei neun Hilton-Marken, darunter Embassy Suites und Hampton by Hilton, nicht garantiert.

Hilton hat kürzlich einen bestätigten Upgrade-Vorteil für Diamond Reserve-Mitglieder eingeführt (80 Nächte oder 18.000 US-Dollar Ausgaben), der ein bestätigbares Upgrade pro Jahr für bis zu sieben Nächte ermöglicht. Es ist zwar besser als nichts, aber weit entfernt von Hyatts System.

Erwartungen aus der realen Welt

Selbst im Elite-Status sind Suite-Upgrades nicht garantiert. Hotels haben oft mehr Anfragen als Suiten zur Verfügung haben, und einige Hotels legen Wert auf Einnahmen gegenüber Treuevorteilen. Die Anerkennung von Eliten variiert erheblich je nach Region, wobei außerhalb der Vereinigten Staaten oft eine bessere Behandlung zu finden ist. Stammgäste und kürzere Aufenthalte weisen tendenziell auch höhere Erfolgsquoten bei Upgrades auf.

Das Fazit

Für Reisende, die konsistente Suite-Upgrades suchen, ist World of Hyatt der klare Gewinner. Die Kombination aus verfügbaren Upgrades und großzügigen bestätigten Upgrade-Prämien bietet die höchste Wahrscheinlichkeit, sich zusätzlichen Platz zu sichern. Marriott Bonvoy, IHG One Rewards und Hilton Honors bieten alle Upgrades je nach Verfügbarkeit an, ihren Richtlinien mangelt es jedoch an der Zuverlässigkeit und Vorhersehbarkeit des Hyatt-Programms.