Marriott Bonvoy hat die Anzahl der Punkte, die Mitglieder als Ergänzung zu Gratisübernachtungen nutzen können, von 15.000 auf 25.000 erhöht. Diese Änderung ermöglicht Inhabern dieser Zertifikate den Zugriff auf ein breiteres Spektrum an Immobilien, die zuvor möglicherweise knapp außerhalb ihres Auszeichnungsbereichs lagen.

Warum das wichtig ist: Das Bonvoy-Programm von Marriott basiert, wie viele Hotel-Treueprogramme, auf einem abgestuften System, bei dem Gratisübernachtungen feste Punktwerte haben (normalerweise 35.000, 50.000 oder 85.000 Punkte). Die Preise in Hotels liegen häufig über diesen Schwellenwerten, was Mitglieder frustriert, die feststellen, dass ihre Zertifikate unbrauchbar sind, selbst wenn ein Aufenthalt fast in greifbarer Nähe ist. Die neue Richtlinie gibt etwas Luft, indem sie eine höhere Aufladung von Punkten ermöglicht, erfordert jedoch weiterhin, dass Mitglieder zusätzliche Punkte ausgeben.

So funktioniert die neue Richtlinie

Mitglieder können jetzt bis zu 25.000 Extrapunkte mit ihren Gratisnacht-Gutscheinen kombinieren und so ihren effektiven Wert auf 60.000, 75.000 oder 110.000 Punkte erhöhen. Das bedeutet, dass ein 35.000-Punkte-Zertifikat plus 25.000 Punkte nun Aufenthalte bis zu 60.000 Punkten abdecken kann. Zuvor war die 15.000-Punkte-Grenze für viele Aufenthalte geradezu unerreichbar.

Kostenlose Nachtprämien erhalten

Diese Zertifikate werden hauptsächlich erworben durch:

  • Marriott-Kreditkarten: Die Bonvoy Boundless-, Brilliant- und Business American Express-Karten bieten kostenlose Übernachtungsprämien als Willkommensbonus oder jährliche Vorteile. Mit den Boundless- und Business-Karten werden jährlich 35.000-Punkte-Zertifikate vergeben, während die Brilliant-Karte 85.000-Punkte-Zertifikate ausstellt.
  • Elite-Status-Vergünstigungen: High-Tier-Mitglieder von Marriott Bonvoy können im Rahmen ihrer jährlichen Vorteile kostenlose Übernachtungsprämien auswählen.
  • Werbeaktionen: Marriott führt gelegentlich Werbeaktionen durch, bei denen kostenlose Übernachtungsgutscheine vergeben werden.

Das Gesamtbild

Obwohl diese Änderung ein positiver Schritt für die Flexibilität ist, löst sie nicht das zugrunde liegende Problem, dass einige Hotels absichtlich Preise knapp über den Zertifikatsgrenzen ansetzen. Einige Unterkünfte legen die Preise möglicherweise immer noch strategisch fest, um die Annahme von Prämien zu vermeiden, eine Praxis, die Verbraucher genau im Auge behalten sollten.

„Diese Änderungen sind insgesamt positiv, aber die wahre Lösung wäre eine Erhöhung der Prämienwerte, anstatt sich darauf zu verlassen, dass die Mitglieder in ihre Punktebank greifen.“

Die Abwertung einiger Immobilien im Jahr 2025 unterstreicht die Notwendigkeit einer verbesserten Zugänglichkeit für Prämien. Durch die Ausweitung der Aufladeoption ermöglicht Marriott den Mitgliedern mehr Kontrolle, das Kernproblem der begrenzten Prämienverfügbarkeit bleibt jedoch bestehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die aktualisierte Richtlinie von Marriott eine geringfügige Verbesserung der Gratisübernachtungsprämien bietet und mit einem Punktezuschlag mehr Aufenthalte möglich macht. Allerdings bestehen weiterhin systemische Probleme im Zusammenhang mit Hotelpreisen und Prämienabwertungen, die eine kontinuierliche Prüfung durch die Mitglieder erfordern.