Lori Lightfoot, die von 2019 bis 2023 Bürgermeisterin von Chicago war, sieht sich einer Klage von J.P. Morgan Chase wegen eines unbezahlten Restbetrags auf ihrer United MileagePlus-Kreditkarte gegenüber. Die Schulden belaufen sich auf insgesamt 11.078,01 US-Dollar, und sie hat seit über 17 Monaten – seit August 2024 – keine Zahlung geleistet. Sie ist seit zwei Jahrzehnten im Besitz der Karte.
Politische und finanzielle Fehltritte
Lightfoot verlor ihren Antrag auf Wiederwahl im Jahr 2023 und übernahm seitdem Positionen bei der Beratungsfirma Charles River Associates sowie an der University of Michigan, Harvard und dem Institute of Politics der University of Chicago. Die Klage wurde ihr im Oktober zu Hause zugestellt.
Der Fall ist bemerkenswert, weil er ein Muster finanzieller Verantwortungslosigkeit widerspiegelt, das über persönliche Schulden hinausgeht. Während ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin wurde Lightfoot wegen fragwürdiger Ausgabenentscheidungen unter die Lupe genommen. Sie verteidigte beispielsweise den Haarschnitt während der Corona-Maßnahmen, indem sie behauptete, ihre Rolle als „öffentliches Gesicht der Stadt“ rechtfertige dies – ein Schritt, der weithin als heuchlerisch kritisiert wird. Sie zog auch Kritik auf sich, weil sie Interviews auf farbige Journalisten beschränkte, was den Vorwurf der Voreingenommenheit auslöste.
Prominente und Kreditkartenstandards
Lightfoot ist bei weitem nicht die einzige Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, die wegen unbezahlter Kreditkartenrechnungen verklagt wird. American Express hat ähnliche Klagen gegen Bhad Bhabie (674.452 US-Dollar), Armie Hammer, Lil Wayne und Ray J eingereicht. Sogar Tori Spelling wurde von American Express mehrfach verfolgt. Diese Fälle verdeutlichen einen gemeinsamen Nenner: Prominente Personen sind trotz öffentlicher Sichtbarkeit mit erheblichen Schulden in Verzug geraten.
Treueprogramme und finanzielle Möglichkeiten
Die Wahl einer MileagePlus United-Karte ist angesichts der wachsenden Präsenz von American Airlines in O’Hare interessant. Einige argumentieren, dass AAdvantage, das Treueprogramm von American Airlines, MileagePlus überlegen sei, was darauf hindeutet, dass Lightfoot aufgrund ihrer Ausgabegewohnheiten möglicherweise eine weniger vorteilhafte Karte gewählt hat.
Überparteiliche Angelegenheit
Das ist kein parteipolitisches Problem. Der frühere Gouverneur von Wisconsin, Scott Walker, ein Republikaner, soll zuvor hochverzinsliche Kreditkartenschulden getragen haben, anstatt sie abzubezahlen. Schlechte Kreditgewohnheiten gehen über politische Zugehörigkeiten hinaus und zeigen, dass finanzielles Missmanagement in allen Bereichen auftreten kann.
Der Fall erinnert daran, dass selbst Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens anfällig für persönliche finanzielle Versäumnisse sind. Es wirft Fragen zur Rechenschaftspflicht und verantwortungsvollen Ausgaben auf, sowohl in Bezug auf persönliche Finanzen als auch in öffentlichen Ämtern.
Diese Klage ist nur ein Beispiel dafür, wie Finanzschulden mit hochkarätigen Persönlichkeiten gleichziehen können. Es unterstreicht die Bedeutung verantwortungsvoller Ausgaben, auch für diejenigen, die im Fokus der Öffentlichkeit stehen.
